Intes MK 66 "Mörser"

Maksutov Cassegrain

Öffnung 152mm , Brennweite 1800mm , Öffnungsverhältnis f/12

Das kompakte Gerät vereint viele Vorzüge in sich. Es zeigt, durch die respektable Öffnung von 152mm bereits viele Details von Mond und Planeten. Auch  Deep Sky Objekte sind bereits gut zu beobachten.

Die optische und mechanische Qualität ist hervorragend.

Trotz seiner Abmessungen ist das MK-66  ein absolutes Leichtgewicht. Der Hersteller liefert eine stabile, gepolsterte Tragetasche dazu. Wenn darauf noch z. B. eine EQ-3 geschnallt wird, hat man ein hochmobiles leichtes Spechtelsystem.

Das MK-66  verfügt am rückwärtigen Ende des Tubus über ein Schmidt Cassegrain - Anschlussgewinde. Damit steht unendlich viel Zubehör zur Verfügung.

Die Scharfstellung erfolgt über eine mikrometergenaue Verstellung des Hauptspiegels. Durch eine Federkonterung erfolgt die Verstellung nahezu shiftingfrei.  Durch den großen Verstellweg können auch Bino´s problemlos genutzt werden.

Darüber hinaus ist das Zubehör sicher mit dem Tubus verschraubt oder geklemmt. Das erhöht die Stabilität, gegenüber einem konventionellen Auszug, wesentlich.

Der Hauptspiegel ist aus Sitall  (Zerodur) und hat garantierte Werte von 1/7 Lambda p/v, und 1/30 Lamda wave (RMS). Die Reflektivität liegt bei ca. 95 %.

So, oder ähnlich wird dieses Teleskop von den Händlern angepriesen. Doch da kann man geteilter Meinung sein. Ich habe mich jedenfalls dieses Gerätes schnell wieder entledigt:

- Die Öffnung ist mit 6 Zoll sicherlich Respektabel, jedoch sollte ein 8 Zöller wie ein C8 höher auflösen.
- Ein leichtes Teleskop ist nur dann von Vorteil, wenn es trotzdem stabil ist - Klapperatismus pur.....
- Die Optik ist über jeden Zweifel erhaben.
- Die Mechanik ist in meinen Augen schlecht. Das Gerät ist in keiner Weise frei von Shifting. Auch die        Justierstabilität hält sich sehr in Grenzen.
- Das Fokussieren passiert vorwärts gegen den Druck einer Feder. Zurück gehts "labbrig" ohne Druck. Von Mikrometergenauigkeit kann keine Rede sein.
- Ein Deepsky "Kracher" ist es mit 1800mm f/12 sicherlich nicht.
- Haupt und Fangspiegel sind justierbar. Das hat natürlich Vorteile. Aufgrund der bescheidenen Justierstabilität sieht man aber eher alt aus, wenn man auf dem dunklen Felde feststellt, dass das Rohr verstellt ist. Dann beginnt eine Odyssee der Einstellung. Ein SC ist selbst im Felde in 5 Minuten am Stern kollimiert (wenn man es gemütlich macht).

Mein persönliches Fazit: Ein 8 Zoll SC, sei es nun von Celestron oder Meade macht deutlich mehr Spaß.